Start Projekte Torbogen Bergstraße und Brunnen auf dem Rathausplatz (Horizont)
Torbogen Bergstraße und Brunnen auf dem Rathausplatz (Horizont)

 

Den historischen Torbogen an der Bergstraße versetzen

 

Auch für einen Brunnen am Rathausplatz macht sich der

 

Verein zur Förderung von Kunst & Kultur stark

 

Der historische Torbogen an der Bergstraße, gefahrgeneigter Eingang zum Parkplatz hinter der Kirche, stellt den Rest des nicht mehr genau lokalisierbaren Klever Hofes aus dem 12. Jahrhundert dar, der als einer der Patronatshöfe der Pfarrkirche für die Geschichte Bad Honnefs von besonderer Bedeutung war. Der Torbogen ist baufällig, wird seit geraumer Zeit vorsorglich gestützt und bedarf dringend einer fachgerechten Restaurierung. Das könnte im Zusammenhang mit der Versetzung des Torbogens an andere Stelle geschehen. Das Rheinische Amt für Denkmalpflege ist mit der Versetzung einverstanden, wenn sie unter Mitwirkung eines anerkannten Restaurators geschieht.

Über die Versetzung des Torbogens und die damit in Verbindung stehen Fragen ist zwischen Pfarrei und Stadt Bad Honnef im vergangenen Jahr prinzipiell Einvernehmen erzielt worden. Jedoch – der Teufel liegt im Detail! Wer bezahlt z. B. ein solch aufwendiges Unternehmen?

Weder Stadt noch Pfarrei sind dazu wohl auf lange Zeit nicht in der Lage.

Die gleiche Problemlage ergibt sich auch auf der gegenüberliegenden Seite, jenseits des Mauerdurchgangs zum Rathausplatz. Dort hatte Prof. Schürmann, der Architekt des Rathauses, bei dessen Fertigstellung 1983 in den Boden den Satz einfügen: „Ein Brunnen muss noch gestiftet werden“. Ein Honnefer Ehepaar hat nun eine namhafte Spende an den Verein zur Förderung von Kunst & Kultur in Bad Honnef e.V. davon abhängig gemacht, dass die Brunnenplanung umgesetzt wird. Der Verein hat sich dies zur Aufgabe gemacht. Beim Brunnen soll es jedoch nicht bleiben. Die originelle Idee: Der jahrhundertealte Torbogen des Klever Hofes aus der Kirchmauer an der Bergstraße soll in die Mauer zwischen Kirchhof und Rathausplatz nach gründlicher Restaurierung aller historischen Teile versetzt werden. Zusammen mit dem Brunnen würde so ein neues kultur-historisches Zentrum entstehen.

Dieser Vorstellung folgend wurde das Projekt „Brunnen und Torbogen in Bad Honnef“ unter 12 namhaften Bildhauern ausgeschrieben. Drei Entwürfe wurden prämiert und der Entwurf des 1. Preisträgers, Reinhard Puch, Glees, soll zur Ausführung gelangen, sobald die Finanzierung gesichert ist. Die Kosten für den Brunnen (€ 58.000,00) und die Versetzung des Torbogens (€ 38.000,00) betragen immerhin zusammen € 96.000,00., eine Summe, die aus der Stadt alleine nicht zu finanzieren ist und darum Zuschüsse von Außen beantragt worden sind. Potenzielle Zuwendungsgeber werden umso eher geneigt sein, sich zu engagieren, je überzeugender das Konzept hinsichtlich seines künstlerischen wie auch historischen Wertes ist.

In einem Gutachten hat Prof. Dr. Frank Günter Zehnder, Kunsthistoriker und vormaliger Direktor des Rheinischen Landes-Museums Bonn zu dieser Frage Stellung bezogen : „... Die Gesamtanlage wird noch in einem weiteren Sinne mehrschichtig sein. Sie vermittelt deutlich wahrnehmbar zwischen Kirche und Verwaltung, zwischen göttlicher und öffentlicher Ordnung, zwischen dem Geistlichen und dem Weltlichen. Es ergibt sich auch eine chronologische Fährte, denn die Bauepochen der Kirche St. Johann Baptist verlaufen von der Romanik im Westen über die spätgotische Halle bis zum Dreiapsidenschluss 1912 im Osten. Von dort führt der Weg durch das dann restaurierte, historische Tor zum aktuellen Brunnen. Die Eisenschiene ist als in die Zukunft weisende Linie undefiniert und fiktiv unendlich. Auf diese Weise wird eine Balance zwischen Tradition und Innovation, zwischen datierter Vergangenheit und ungewisser Zukunft geschaffen. Der geplante Brunnen gehört also nicht zur Gattung der drop sculpture, die man beliebig überall hinsetzen könnte, sondern bleibt mit der Authentizität des Ortes verbunden und unverwechselbar. In das Verhältnis von Alt und Neu, von Ruhe und Bewegung werden das Übriggebliebene  (Torbogen) und das Neugeschaffene (Rathauskomplex) ebenso eingebunden wie damit zugleich an die Leistung der Persönlichkeiten in ihrer begrenzten Lebenszeit für eine unendliche Zukunft erinnert wird. So ist diese Anlage eine Aussage zur dahin fließenden Zeit oder besser noch: zum Zeitenstrom“

Der Verein zur Förderung von Kunst & Kultur ist zuversichtlich, die erforderlichen Zuschüsse von Außen einwerben zu können, andererseits ist er aber auch sehr daran interessiert, möglichst viele Mitbürgerinnen und Mitbürger an dieses schöne Gemeinschaftsprojekt zu binden. Das wäre sicher auch im Sinne der Pfarrei wie auch der Stadt. Natürlich sind weitere Spender hoch willkommen, denn es fehlt noch einiges um den Eigenanteil von ca. 30% sicher zu stellen.
Spenden-Konto: Verein zur Förderung von Kunst & Kultur in Bad Honnef e.V.,
Stadtsparkasse Bad Honnef, Kto.-Nr. 128033, BLZ  380 512 90.

Werner Osterbrink

Bad Honnef, den 13. August 2009

 

 

 


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